Wilde Möhren
Wilde Möhre
Daucus carota
31.07.2026 19:35
Wilde Möhre
Daucus carota
30.07.2026 22:44
Kürzlich dachte ich an einen Supervisor zurück, den ich sehr schätzte.
Wenn wir ihm einen Fall schilderten, sass er da und hörte zu. Von einer anderthalbstündigen Supervision konnte gut eine Stunde vergehen, in der wir erzählten, was wir wahrnahmen, wie wir die Situation einschätzten und welche Fragen uns beschäftigten. Fast wirkte es, als hätte er unendlich viel Zeit.
14.07.2026 08:52
Eine Beobachtung über Bergdörfer, Fotografen und das Prinzip der Risikoteilung.
Eine Freundin von mir war vor vielen Jahren Pfarrerin in einem Bergdorf. Sie ist ein Paradiesvogel.
Ich hätte erwartet, dass sie es dort schwer haben würde. Stattdessen schien sie im Dorf
selbstverständlicher dazuzugehören als später in Zürich.
06.07.2026 06:54
Wörter lassen sich sammeln wie Pflanzen.
Nicht alle Wörter wollen sofort einen Satz werden.
02.07.2026 12:59
Warum Methoden allein nicht genügen.
In unserer Welt werden Techniken vermittelt.
Methoden. Modelle. Werkzeuge.
Das ist wichtig. Ohne sie könnte vieles gar nicht ausgeübt werden.
Doch etwas anderes gerät erstaunlich oft aus dem Blick: Haltung.
01.07.2026 09:18
Königskerze
Verbascum
29.06.2026 17:38
Ein Werkstatttext
Entstanden in einer offenen Wortwerkstatt nach einem Textimpuls von Gabriele von Arnim.
Von Arnim beschreibt in ihrem Buch* das Leben als Leinwand. Eine Leinwand allerdings,
die längst nicht mehr weiss ist. Sie ist bemalt – von Eltern, Geschwistern, Erinnerungen,
Erfahrungen, Entscheidungen und all den Farben, die das Leben mit sich bringt.
Daraus entstand ein Schreibexperiment:
25.06.2026 14:24
Was geschieht, wenn Resonanz keine Gegenseitigkeit mehr verlangt?
Kürzlich diskutierte ich mit einem jungen Mann über KI. Er fragt die KI öfters Dinge, die ihn beschäftigen.
Wir sprachen darüber, wie schnell man vergisst, dass KI kein Mensch ist, sondern eine Maschine,
die aus eingegebenen Worten in Sekundenschnelle Anschlüsse und Zusammenhänge sucht – und findet.
10.06.2026 09:49
Über Entwicklung, Geduld und das Vertrauen in langsame Prozesse
Das (afrikanische?) Sprichwort "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht" kommt
mir in meiner Arbeit immer wieder in den Sinn. Viele Menschen kommen in die Beratung
oder in Supervisionen nicht nur mit einem Problem, sondern mit einem zweiten,
versteckten Problem.
04.06.2026 20:43
Warum ich Beziehung als Bedingung von Entwicklung verstehe.
In Beratung, Supervision und kulturellen Reflexionsräumen geht es oft um Themen, Probleme
oder Konflikte. Mich interessiert etwas Grundsätzlicheres: die Bedingungen, unter denen
Verstehen, Entwicklung und Begegnung überhaupt möglich werden.
Was bedeutet eigentlich, Beziehung als Bedingung von Entwicklung zu verstehen?
01.06.2026 00:41
Labkraut
Galium verum
21.05.2026 18:34
Zwischen Selbstoptimierung und Kultur
In meiner Beratungstätigkeit begegnet mir immer wieder dieselbe Frage:
Warum geht es heute so vielen Menschen psychisch so schlecht?
Haben wir tatsächlich mehr Krankheiten als früher?
13.05.2026 07:13
Ein Zwischenruf über Führung, Wahrnehmung und das Unsichtbare in Organisationen.
Viele sprechen von Führung und meinen damit:
erklären, steuern, entscheiden.
Ich erlebe oft etwas anderes.
10.05.2026 13:15
Zwischen Erinnerung, Gemüsehallen und der Frage, wie Zeit vergeht.
Manche Gerüche tragen ganze Räume in sich. Ein Blick auf violette Tomatenschachteln —
und plötzlich ist sie wieder da: die Halle, das Fliessband, die gedehnte Zeit jener Monate.
Nie vergesse ich die freudige Aufregung in der Halle der Gemüseabpackerei, wenn der Chauffeur
02.05.2026 12:18
Zwischen Impuls und Handlung liegt ein schmaler Raum –
und oft entscheidet sich genau dort, was möglich wird.
Man sieht den Wal in der Ostsee.
Helfen und Retten. Handeln.🐋
30.04.2026 22:25
Mai – Dem eigenen Takt folgen
Maiblume
27.04.2026 11:17
Zwischen Bewegung und Form
Am Bild entlang geschrieben.
17.04.2026 13:04
Der Duft meiner Kindheit
Gerüche lassen sich schlecht festhalten. Man kann sie kaum beschreiben –
und erkennt sie doch sofort wieder.
06.04.2026 13:03
Begegnung jenseits von Sprache
Ich bin auf ein Lied gestossen, dessen Sprache ich nicht spreche.
und doch war etwas sofort da:
02.04.2026 22:04
Eine Kindheitserinnerung zwischen Wald, Spurensuche und der Frage, was wirklich ist
Mein Vater hatte ein besonderes Netzwerk.
Er besass die Telefonnummer vom Osterhasen. Zumindest behauptete er das.
Er stand am Fenster, den Hörer am Ohr, und nickte,
31.03.2026 15:25
Schlüsselblume
Primula veris
25.03.2026 13:22
Warum eine echte Fehlerkultur mehr braucht als nur das schnelle Reparieren.
Wenn Systeme ins Stocken geraten, suchen wir meist sofort nach der schnellen Lösung.
Ein Text über die Kunst, den Zwischenraum zu halten, wenn der Mensch im Getriebe knarzt.
Das System gerät ins Stocken, der buchstäbliche Sand im Getriebe knarzt hörbar.
Manchmal sind es die Anderen.
20.03.2026 07:30
Ist das Nötigste gesichert, beginnt Gestaltung.
Kürzlich habe ich in eine Survival-Sendung gezappt – 7 vs. Wild – und bin hängen geblieben.
Was tun Menschen, wenn sie nichts haben ausser sich selbst?
15.03.2026 22:33
Manchmal genügt eine Flasche unter einem alten Baum.
Manche Dinge werden nicht laut festgehalten.
08.03.2026 00:11
Der Raum zwischen Reiz und Reaktion ist kein idyllischer Ort.
Er ist herausfordernd.
Warum der Zwischenraum oft der anspruchsvollste Teil unseres Handelns ist.
28.02.2026 00:32
Märzenveilchen
Viola odorata
24.02.2026 23:01
Wir sind stolz auf unsere Bildung.
Was wir messen können, gilt als Qualität.
Doch nicht alles, was zählt, lässt sich messen.
16.02.2026 00:56
Jede Zeit hat ihre eigene Art, über sich selbst zu sprechen.
Vom Denken zum Spüren - über Autor:innen, Generationen und die Sprache des Selbst.
Eine Geschichte des Ichs.
07.02.2026 11:27
Über den Verlust gemeinsamer Rituale
Nach den Festtagen ist vor den Festtagen.
Feste rhythmisieren unser Jahr und markieren Übergänge.
01.02.2026 08:52
Christrose
Helleborus Niger
28.01.2026 18:21
Ein vertrauter Zustand
Manchmal wird viel besprochen, sorgsam abgewogen und entschieden –
und dennoch bleibt ein Gefühl von Unklarheit zurück.
Wer kennt sie nicht, diese Momente in denen man zusammensitzt, einander zuhört,
Argumente sammelt, nach guten Lösungen sucht.
19.01.2026 09:38
Schneeglöcklein
Galanthus nivalis
27.12.2025 10:54
Jahreswechsel
Ein Gedicht über Frost, Übergang und den leisen Kern, der im Dunkel bewahrt bleibt.
26.12.2025 11:40
Was bleibt vom Zopf, wenn man ohne Waage bäckt?
Ein Morgen voller Hefeduft, Erinnerungen – und die Freiheit, nach Gefühl zu arbeiten.
Ein Zopf, der nicht nach Rezept, sondern nach Erinnerung entsteht – zwischen Kindheit,
Küche und der Kunst, dem Teig zu vertrauen.
23.11.2025 14:22
Was das Marshmallow-Experiment mit dem Adventskalender zu tun hat -
und warum Handys da eine Rolle spielen
Was bleibt vom Warten – jenseits von Ungeduld, Routine und dem schnellen Griff zum Handy?
15.11.2025 11:38
Datenschutz ja – aber da war doch noch was?
Eine Frage, die mich beschäftigt: Was gebe ich der KI preis von mir?
08.11.2025 23:17
Wenn Kleinigkeiten gross werden
«… und dann hat er – oder sie – den Geschirrspüler wieder falsch eingeräumt.
Dabei sagte ich schon hundertmal, dass die Gläser nicht sauber werden,
wenn unten auch noch die Pfannen stehen.» Und schon war der nächste Streit im Gang.
02.11.2025 15:31
Bücherfunde 2025
Ich greife selten nach Büchern, weil sie gerade im Gespräch sind.
Die meisten finden mich eher zufällig – in Antiquariaten oder dank Empfehlungen bibliophiler
Menschen. Mich interessiert, aus welchem Blick Bücher auf die Welt schauen:
der Ton, die Haltung, die Stimme.
Eine kleine Auswahl:
18.10.2025 17:06
Wer Märchen liest, betritt keinen fiktiven Raum, sondern einen inneren.
Viele Erwachsene halten Märchen für Kindergeschichten. Doch sie sind viel mehr.
Märchen sind die älteste Sprache, in der Menschen über sich selbst gesprochen haben –
in Bildern und Symbolen.
Zwischen Königstöchtern und Dornenhecken verbergen sich die Landschaften unserer eigenen Seele.
04.10.2025 09:56
Manchmal entstehen Texte nicht auf dem leeren Blatt, sondern aus dem, was schon da ist.
Kürzlich haben wir etwas ausprobiert:
12.09.2025 18:59
Zwei Fassungen des selben Gedichts.
Fast dieselben Worte – und doch ein ganz anderer Ausgang.
Manchmal kippt die Wahrnehmung nur um eine Nuance –
und plötzlich erzählt der Text eine andere Geschichte.
31.08.2025 15:35
Ode an die weitgreifende Freiheit
Ein Echo auf Hilarion Petzolds Text über den „inneren Ort persönlicher Souveränität“.
Ein Text, in dem sich Ärger, Wertschätzung und die Frage nach innerer Souveränität verschränken.
16.08.2025 10:26
Wenn Heldinnen nach Vorschrift kämpfen
Vom Sternchen, Märchenfiguren und dem Atem der Sprache
Sprache braucht Freiheit – und Märchen ebenso. Was passiert, wenn Regeln bestimmen sollen,
wie wir erzählen oder schreiben?
Über Gendersternchen, Heldinnen aus dem Baukasten und die Lebendigkeit von Geschichten.
07.08.2025 07:39
Zwischen Push und Pause
Warum uns Pausen besser tun als Push-Nachrichten.
03.08.2025 11:15
Ode an die Nektarine – oder: Vom Glück, den Sommer zu schmecken
Ein Gedicht mit sommerlicher Süsse. Es ist in einer → Wortwerkstatt als Einstiegsübung entstanden.
Nach einer Idee Pablo Nerudas ("Elementare Oden") wählte jede:r einen Alltagsgegenstand aus
und schrieb eine persönliche Liebeserklärung.
Mit einem Gruss an Nerudas „Ode an die Zwiebel“, in der selbst Tränen poetisch glänzen.
13.07.2025 18:38
𝗥𝗲𝘀𝗼𝗻𝗮𝗻𝘁𝗲𝘀 𝗦𝗼𝗹𝗼 – (𝗠)𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗛𝗮𝗹𝘁𝘂𝗻𝗴 𝘇𝘂 𝗞𝗜
Ich hatte eigentlich gar nicht vor, über KI zu schreiben. Aber beim Reflektieren über meine eigene Arbeitsweise
ist dieser Text über Resonanz und Mündigkeit entstanden.
Er handelt nicht in erster Linie von Künstlicher Intelligenz. Sondern davon, wie wir mit ihr – und mit uns selbst – umgehen. Von Resonanz statt Abhängigkeit. Von Haltung statt Automatisierung. Und davon, was es heute heisst,
eine eigene Stimme zu behalten.
30.06.2025 23:35
Gelassen bleiben - oder was hilft, wenn wir uns ärgern
Fehler passieren. Doch wie wir damit umgehen, macht oft den entscheidenden Unterschied.
Täglich begegnen sie uns, diese miesen, fiesen kleinen Quälgeister, die den Alltag unnötig
erschweren. Sie lassen uns Geburtstage vergessen, zu spät zum Termin erscheinen,
wichtige E-Mails löschen oder Rechnungen übersehen.
Letzteres lässt sich meist mit einem Obolus regeln –
doch wie macht man einen vergessenen Jahrestag wieder gut?
25.05.2025 16:16
Ein Plädoyer fürs Schreiben jenseits von Anspruch und Applaus
Wenn das Leben Sätze unterbricht, hilft manchmal ein leeres Blatt.
Ein Text übers Schreiben als Widerstand, als Möglichkeit – und als stillen Tisch mitten im Sturm.
Wilde Möhre
Daucus carota
Kürzlich dachte ich an einen Supervisor zurück, den ich sehr schätzte.
Wenn wir ihm einen Fall schilderten, sass er da und hörte zu. Von einer anderthalbstündigen Supervision konnte gut eine Stunde vergehen, in der wir erzählten, was wir wahrnahmen, wie wir die Situation einschätzten und welche Fragen uns beschäftigten. Fast wirkte es, als hätte er unendlich viel Zeit.
Eine Beobachtung über Bergdörfer, Fotografen und das Prinzip der Risikoteilung.
Eine Freundin von mir war vor vielen Jahren Pfarrerin in einem Bergdorf. Sie ist ein Paradiesvogel.
Ich hätte erwartet, dass sie es dort schwer haben würde. Stattdessen schien sie im Dorf
selbstverständlicher dazuzugehören als später in Zürich.
Wörter lassen sich sammeln wie Pflanzen.
Nicht alle Wörter wollen sofort einen Satz werden.
Warum Methoden allein nicht genügen.
In unserer Welt werden Techniken vermittelt.
Methoden. Modelle. Werkzeuge.
Das ist wichtig. Ohne sie könnte vieles gar nicht ausgeübt werden.
Doch etwas anderes gerät erstaunlich oft aus dem Blick: Haltung.
Königskerze
Verbascum
Ein Werkstatttext
Entstanden in einer offenen Wortwerkstatt nach einem Textimpuls von Gabriele von Arnim.
Von Arnim beschreibt in ihrem Buch* das Leben als Leinwand. Eine Leinwand allerdings,
die längst nicht mehr weiss ist. Sie ist bemalt – von Eltern, Geschwistern, Erinnerungen,
Erfahrungen, Entscheidungen und all den Farben, die das Leben mit sich bringt.
Daraus entstand ein Schreibexperiment:
Was geschieht, wenn Resonanz keine Gegenseitigkeit mehr verlangt?
Kürzlich diskutierte ich mit einem jungen Mann über KI. Er fragt die KI öfters Dinge, die ihn beschäftigen.
Wir sprachen darüber, wie schnell man vergisst, dass KI kein Mensch ist, sondern eine Maschine,
die aus eingegebenen Worten in Sekundenschnelle Anschlüsse und Zusammenhänge sucht – und findet.
Über Entwicklung, Geduld und das Vertrauen in langsame Prozesse
Das (afrikanische?) Sprichwort "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht" kommt
mir in meiner Arbeit immer wieder in den Sinn. Viele Menschen kommen in die Beratung
oder in Supervisionen nicht nur mit einem Problem, sondern mit einem zweiten,
versteckten Problem.
Warum ich Beziehung als Bedingung von Entwicklung verstehe.
In Beratung, Supervision und kulturellen Reflexionsräumen geht es oft um Themen, Probleme
oder Konflikte. Mich interessiert etwas Grundsätzlicheres: die Bedingungen, unter denen
Verstehen, Entwicklung und Begegnung überhaupt möglich werden.
Was bedeutet eigentlich, Beziehung als Bedingung von Entwicklung zu verstehen?
Labkraut
Galium verum
Zwischen Selbstoptimierung und Kultur
In meiner Beratungstätigkeit begegnet mir immer wieder dieselbe Frage:
Warum geht es heute so vielen Menschen psychisch so schlecht?
Haben wir tatsächlich mehr Krankheiten als früher?
Ein Zwischenruf über Führung, Wahrnehmung und das Unsichtbare in Organisationen.
Viele sprechen von Führung und meinen damit:
erklären, steuern, entscheiden.
Ich erlebe oft etwas anderes.
Zwischen Erinnerung, Gemüsehallen und der Frage, wie Zeit vergeht.
Manche Gerüche tragen ganze Räume in sich. Ein Blick auf violette Tomatenschachteln —
und plötzlich ist sie wieder da: die Halle, das Fliessband, die gedehnte Zeit jener Monate.
Nie vergesse ich die freudige Aufregung in der Halle der Gemüseabpackerei, wenn der Chauffeur
Zwischen Impuls und Handlung liegt ein schmaler Raum –
und oft entscheidet sich genau dort, was möglich wird.
Man sieht den Wal in der Ostsee.
Helfen und Retten. Handeln.🐋
Mai – Dem eigenen Takt folgen
Maiblume
Zwischen Bewegung und Form
Am Bild entlang geschrieben.
Der Duft meiner Kindheit
Gerüche lassen sich schlecht festhalten. Man kann sie kaum beschreiben –
und erkennt sie doch sofort wieder.
Begegnung jenseits von Sprache
Ich bin auf ein Lied gestossen, dessen Sprache ich nicht spreche.
und doch war etwas sofort da:
Eine Kindheitserinnerung zwischen Wald, Spurensuche und der Frage, was wirklich ist
Mein Vater hatte ein besonderes Netzwerk.
Er besass die Telefonnummer vom Osterhasen. Zumindest behauptete er das.
Er stand am Fenster, den Hörer am Ohr, und nickte,
Schlüsselblume
Primula veris
Warum eine echte Fehlerkultur mehr braucht als nur das schnelle Reparieren.
Wenn Systeme ins Stocken geraten, suchen wir meist sofort nach der schnellen Lösung.
Ein Text über die Kunst, den Zwischenraum zu halten, wenn der Mensch im Getriebe knarzt.
Das System gerät ins Stocken, der buchstäbliche Sand im Getriebe knarzt hörbar.
Manchmal sind es die Anderen.
Ist das Nötigste gesichert, beginnt Gestaltung.
Kürzlich habe ich in eine Survival-Sendung gezappt – 7 vs. Wild – und bin hängen geblieben.
Was tun Menschen, wenn sie nichts haben ausser sich selbst?
Manchmal genügt eine Flasche unter einem alten Baum.
Manche Dinge werden nicht laut festgehalten.
Der Raum zwischen Reiz und Reaktion ist kein idyllischer Ort.
Er ist herausfordernd.
Warum der Zwischenraum oft der anspruchsvollste Teil unseres Handelns ist.
Märzenveilchen
Viola odorata
Wir sind stolz auf unsere Bildung.
Was wir messen können, gilt als Qualität.
Doch nicht alles, was zählt, lässt sich messen.
Jede Zeit hat ihre eigene Art, über sich selbst zu sprechen.
Vom Denken zum Spüren - über Autor:innen, Generationen und die Sprache des Selbst.
Eine Geschichte des Ichs.
Über den Verlust gemeinsamer Rituale
Nach den Festtagen ist vor den Festtagen.
Feste rhythmisieren unser Jahr und markieren Übergänge.
Christrose
Helleborus Niger
Ein vertrauter Zustand
Manchmal wird viel besprochen, sorgsam abgewogen und entschieden –
und dennoch bleibt ein Gefühl von Unklarheit zurück.
Wer kennt sie nicht, diese Momente in denen man zusammensitzt, einander zuhört,
Argumente sammelt, nach guten Lösungen sucht.
Schneeglöcklein
Galanthus nivalis
Jahreswechsel
Ein Gedicht über Frost, Übergang und den leisen Kern, der im Dunkel bewahrt bleibt.
Was bleibt vom Zopf, wenn man ohne Waage bäckt?
Ein Morgen voller Hefeduft, Erinnerungen – und die Freiheit, nach Gefühl zu arbeiten.
Ein Zopf, der nicht nach Rezept, sondern nach Erinnerung entsteht – zwischen Kindheit,
Küche und der Kunst, dem Teig zu vertrauen.
Was das Marshmallow-Experiment mit dem Adventskalender zu tun hat -
und warum Handys da eine Rolle spielen
Was bleibt vom Warten – jenseits von Ungeduld, Routine und dem schnellen Griff zum Handy?
Datenschutz ja – aber da war doch noch was?
Eine Frage, die mich beschäftigt: Was gebe ich der KI preis von mir?
Wenn Kleinigkeiten gross werden
«… und dann hat er – oder sie – den Geschirrspüler wieder falsch eingeräumt.
Dabei sagte ich schon hundertmal, dass die Gläser nicht sauber werden,
wenn unten auch noch die Pfannen stehen.» Und schon war der nächste Streit im Gang.
Bücherfunde 2025
Ich greife selten nach Büchern, weil sie gerade im Gespräch sind.
Die meisten finden mich eher zufällig – in Antiquariaten oder dank Empfehlungen bibliophiler
Menschen. Mich interessiert, aus welchem Blick Bücher auf die Welt schauen:
der Ton, die Haltung, die Stimme.
Eine kleine Auswahl:
Wer Märchen liest, betritt keinen fiktiven Raum, sondern einen inneren.
Viele Erwachsene halten Märchen für Kindergeschichten. Doch sie sind viel mehr.
Märchen sind die älteste Sprache, in der Menschen über sich selbst gesprochen haben –
in Bildern und Symbolen.
Zwischen Königstöchtern und Dornenhecken verbergen sich die Landschaften unserer eigenen Seele.
Manchmal entstehen Texte nicht auf dem leeren Blatt, sondern aus dem, was schon da ist.
Kürzlich haben wir etwas ausprobiert:
Zwei Fassungen des selben Gedichts.
Fast dieselben Worte – und doch ein ganz anderer Ausgang.
Manchmal kippt die Wahrnehmung nur um eine Nuance –
und plötzlich erzählt der Text eine andere Geschichte.
Ode an die weitgreifende Freiheit
Ein Echo auf Hilarion Petzolds Text über den „inneren Ort persönlicher Souveränität“.
Ein Text, in dem sich Ärger, Wertschätzung und die Frage nach innerer Souveränität verschränken.
Wenn Heldinnen nach Vorschrift kämpfen
Vom Sternchen, Märchenfiguren und dem Atem der Sprache
Sprache braucht Freiheit – und Märchen ebenso. Was passiert, wenn Regeln bestimmen sollen,
wie wir erzählen oder schreiben?
Über Gendersternchen, Heldinnen aus dem Baukasten und die Lebendigkeit von Geschichten.
Zwischen Push und Pause
Warum uns Pausen besser tun als Push-Nachrichten.
Ode an die Nektarine – oder: Vom Glück, den Sommer zu schmecken
Ein Gedicht mit sommerlicher Süsse. Es ist in einer → Wortwerkstatt als Einstiegsübung entstanden.
Nach einer Idee Pablo Nerudas ("Elementare Oden") wählte jede:r einen Alltagsgegenstand aus
und schrieb eine persönliche Liebeserklärung.
Mit einem Gruss an Nerudas „Ode an die Zwiebel“, in der selbst Tränen poetisch glänzen.
𝗥𝗲𝘀𝗼𝗻𝗮𝗻𝘁𝗲𝘀 𝗦𝗼𝗹𝗼 – (𝗠)𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗛𝗮𝗹𝘁𝘂𝗻𝗴 𝘇𝘂 𝗞𝗜
Ich hatte eigentlich gar nicht vor, über KI zu schreiben. Aber beim Reflektieren über meine eigene Arbeitsweise
ist dieser Text über Resonanz und Mündigkeit entstanden.
Er handelt nicht in erster Linie von Künstlicher Intelligenz. Sondern davon, wie wir mit ihr – und mit uns selbst – umgehen. Von Resonanz statt Abhängigkeit. Von Haltung statt Automatisierung. Und davon, was es heute heisst,
eine eigene Stimme zu behalten.
Gelassen bleiben - oder was hilft, wenn wir uns ärgern
Fehler passieren. Doch wie wir damit umgehen, macht oft den entscheidenden Unterschied.
Täglich begegnen sie uns, diese miesen, fiesen kleinen Quälgeister, die den Alltag unnötig
erschweren. Sie lassen uns Geburtstage vergessen, zu spät zum Termin erscheinen,
wichtige E-Mails löschen oder Rechnungen übersehen.
Letzteres lässt sich meist mit einem Obolus regeln –
doch wie macht man einen vergessenen Jahrestag wieder gut?
Ein Plädoyer fürs Schreiben jenseits von Anspruch und Applaus
Wenn das Leben Sätze unterbricht, hilft manchmal ein leeres Blatt.
Ein Text übers Schreiben als Widerstand, als Möglichkeit – und als stillen Tisch mitten im Sturm.