Wenn du merkst, dass viel gesprochen wird – und trotzdem etwas fehlt

Veröffentlicht am 28. Januar 2026 um 18:21

Manchmal wird viel besprochen, sorgsam abgewogen und entschieden – 
und dennoch bleibt ein Gefühl von Unklarheit zurück.

 

Ein vertrauter Zustand

Wer kennt sie nicht, diese Momente in denen man zusammensitzt, einander zuhört, Argumente sammelt, nach guten Lösungen sucht.
Am Ende steht eine Entscheidung – und doch geht man auseinander mit dem Gefühl, dass etwas Wesentliches nicht berührt wurde.

Die Entscheidung ist gefällt, aber sie hält nicht lange.
Schon nach kurzer Zeit tauchen neue Fragen auf,
alte Spannungen melden sich zurück
oder das Thema steht erneut im Raum.

Oft liegt das nicht daran,
dass zu wenig gedacht oder zu wenig gearbeitet wurde.
Im Gegenteil: Häufig wurde sehr viel investiert.

Wenn Wahrnehmung noch keine Sprache hat

Manches entzieht sich der schnellen Benennung.
Unausgesprochene Erwartungen, leise Widerstände, Unsicherheiten oder unterschiedliche innere Bilder wirken mit,
ohne klar benannt zu sein.

Nicht aus Absicht, sondern weil sie schwer zu fassen sind.

In solchen Situationen fehlt manchmal kein weiterer Schritt,
keine neue Methode und kein zusätzlicher Plan.

Es fehlt ein gemeinsamer Moment,
um wahrzunehmen, was gerade im Raum ist –
und Worte dafür zu finden.

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